Johnniter Kindertagesstätte „Rosenmühle“ in Leuben
Ein Zuckertütenfest ohne Zuckertüten, …
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… das gibt es nicht. Und doch wäre es bald geschehen.
Wie in jedem Jahr freuen sich unsere Vorschüler auf ihre Zuckertüte zum Ende der Kindergartenzeit. Fleißig wird darauf hingearbeitet. Jeden Mittwoch bereiteten sich unsere Kinder mit unserer Vorschullehrerin Frau Georgie aus der Grundschule „Lommatzscher Pflege“, auf die Schule vor. So manches Mal kamen Frau Georgie und Frau Plötze mit uns ins Schwitzen, aber wir haben es geschafft.
Auch die Abschlussfahrt fehlte nicht. Im Vorfeld durchstöberten unsere Kinder Burgen und Schlösser in einem mehrwöchigen Projekt in der Kita. Das Ziel der Abschlussfahrt lag nun nah. Natürlich ging es auf die Albrechtsburg nach Meißen. In eine richtige Burg zum Anfassen und mit einem richtigen Schlossgespenst. Albin hat es sich natürlich nicht nehmen lassen und eroberte mit uns gemeinsam seine Gemächer. Das war ein toller Tag. Er war so toll, dass auf dem Heimweg fast alle Kinder vor Erschöpfung und vielen bezaubernden Eindrücken eingeschlafen sind.
Das Zuckertütenfest rückte immer näher. Kaum hatten wir Zeit für unser Programm zu üben. Doch auch das bekamen wir noch hin. Nun war es endlich so weit und der erwartungsvolle Tag begann mit einem leckeren Zuckertütenfrühstück. Danach verabschiedeten die Krippen- und Kindergartenkinder unsere Vorschüler mit einem Programm und kleinen Geschenken. Hoffentlich ist es bald Abend, so dachten unsere Vorschüler, denn dann können wir unsere Zuckertüten vom Baum ernten. Der Abend kam und mit ihm auch unsere Eltern, Geschwister, Omas, Opas, Freunde und Bekannte. Die Aufregung nahm ihren Lauf. Das Programm mit Liedern und Gedichten aus der Kindergartenzeit eröffnete den Abend. Schnell wollten die Vorschüler fertig sein.
Und dann - was war das? Hugo das Schlossgespenst vom Schloss Schleinitz kam in unseren Garten und wollte mit uns gemeinsam die Zuckertüten ernten. Natürlich freuten wir uns riesig ihn zu sehn. Nun ging es zum Zuckertütenbaum. Aber da blieb auch Hugo der Mund offen stehen. Die Anzahl der Zuckertüten stimmte, doch sie waren so klein, wie schon lange nicht mehr. Den Gesichtern der Kinder sah man es an. Er fragte natürlich gleich, ob der Baum ordentlich gegossen worden ist. Schnell schickte er die Kinder nach Kannen und Wasser. Aber auf die Schnelle half das nun auch nicht mehr. Immer wieder legte Hugo das Maßband an, aber es änderte nichts. Unsere Vorschüler nahmen es nun so hin. Doch bevor Hugo die Zuckertüten abschnitt, mussten die Kinder noch seine Fragen beantworten, welche manchem Vorschüler Kopfzerbrechen bereiteten.
Gesagt getan und das Unheil nahm weiter seinen Lauf. Die Zuckertüten waren nicht nur klitzeklein, nein sie waren auch noch leer. Oh man, was für ein Tag. Und der sollte der Schönste im letzten Kindergartenjahr sein. Auf einmal klingelte das Telefon und der Großvater von Hugo war am anderen Ende der Leitung. Er meinte nun, dass er nicht mehr aus der Tür im Schloss kam, weil viele Zuckertüten davor liegen und sie sich somit nicht mehr öffnen ließe. Er wollte nun von Hugo wissen, ob die vielleicht den Kindern aus Leuben gehören könnten, weil sie doch heute Zuckertütenfest haben. Aber er weiß auch nicht, wie sie hier her gekommen sind. Was blieb uns nun noch übrig. Auf nach Schleinitz meinte Hugo. Bei dieser Hitze auch noch nach Schleinitz wandern. Aber wir wollten doch unsere langersehnte Zuckertüte. Schnell brachten die Erzieher für jedes Kind einen Rucksack gefüllt mit einem Getränk und etwas Süßem. Angestellt und los ging es. Die Gäste hatten Glück, sie durften schon Gegrilltes und kühle Getränke zu sich nehmen. Doch da hatte es wohl auch jemand mit uns gut gemeint.
Als wir aus dem Tor wollten, da kam doch ein Bus aus Großmutters Zeiten angebraust. Hugo hielt ihn an und fragte, ob er uns nach Schleinitz fahren könnte. Aber natürlich meinte der Busfahrer. Egal wie alt das Ding war, Hauptsache nicht wandern, so dachten alle. Alle einsteigen und ab ging die Post. Die Freude war groß. Am Berg der Pappelsweiden schnaufte unser Bus wie ein altes Walross und wir dachten schon, dass wir aussteigen müssen, um zu schieben. Aber wir riefen immer wieder: hau ruck, hau ruck und man glaubt es kaum, der Bus hat es geschafft. Endlich hatten wir das Ziel erreicht. Der Großvater schlief schon wieder, denn wir konnten es vom Fenster aus sehen. Doch Hugo hatte einen großen Schlüssel. Zum Glück. Dann erhielten wir endlich unsere Zuckertüten. Froh und glücklich mit den Zuckertüten im Arm, haben wir dann wieder unsere Kindertagesstätte erreicht, wo schon alle sehnsüchtig auf uns warteten.
Nun konnten auch wir den Abend bei einem gegrillten Würstchen genießen.
Zum Abschluss ließen wir noch viele bunte Luftballons mit unseren Wünschen starten. Hat unser Tag doch noch, wie in einem Märchen, ein gutes Ende gefunden. Wir werden ihn sicher nicht vergessen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Erzieher, Eltern, vielen Helfer und Sponsoren, die diesen Tag für unsere Kinder einen unvergesslichen Tag werden haben lassen.
Ich möchte diesen Artikel mit einem Auszug aus einem Lied von Simone Sommerland und Karsten Glück & Kita Frösche beenden.
„ Ade, du schöne Kindergartenzeit, wir werden nun gehen, denn wir müssen nun weiterziehen. Ade, du schöne Kindergartenzeit, wir sagen jetzt Auf Wiedersehen. … Wir werden uns wiedersehn.“
Viel Glück, liebe Schulanfänger.
Margit Rosjat, Kita Leiterin [zurück zur Startseite]